Ausklappbare Halloweentasche

Ausklappbare Halloweentasche

Schon die Skelette entstaubt und die LED Dekoketten entwirrt? Man mag davon halten was man will, aber Halloween ist endgültig in unserem Kalender angekommen. Daran kommt kaum einer mehr vorbei. Also ergeben wir uns dem Trend, geben dem Drängen des Nachwuchses nach, schnappen uns festes Schuhwerk und eine dicke Jacke und begleiten die lieben Kleinen von Tür zu Tür. Für Schminke und Kostüm ist gesorgt, aber eine schnöde Plastiktüte oder der Leinenbeutel vom Supermarkt passen so gar nicht zu der Mühe, die das Outfit bereitet hat? Dafür hätten wir eine Lösung! Ganz schnell ist eine kleine Halloweentasche selbst genäht. Und wenn die netten Nachbarn plötzlich der Großmut gepackt hat und die Ausbeute größer ausfällt als gedacht? Kein Problem. Kleine Tasche ganz groß – sie lässt sich ausklappen! Also frisch ans Werk.

Was Ihr dafür braucht

:: Stoff 1: 22cm x 23 cm
:: Stoff 2: 12cm x 22 cm
:: Nylonband: ca. 60 cm
:: Kordel + Stopper: ca. 25 cm
:: Feuerzeug (zum Versiegeln)
:: Metallösen 2x
(Größe passend zur Kordel,
hier 5mm)

:: Garn
:: Papierschere
:: Stoffschere
:: Rollschneider
:: Schneideunterlage
:: Kreide oder Frixionstift
:: Lineal

Zuerst schneiden wir beide Stoffe zu. Dafür können wir uns ein Schnittmuster aus einem Blatt Papier fertigen oder wir zeichnen die Maße mit Hilfe des Lineals gleich auf den Stoff. Hierfür nehmen wir gerne einen Frixionstift. Dieser lässt sich durch Hitze rückstandslos entfernen. Einfach Bügeleisen drauf und alle Markierungen sind verschwunden. Das passiert automatisch, wenn wir die beiden Stoffstücke jetzt schön glattbügeln. Das hilft bei der weiteren Verarbeitung.

Sind beide Stoffe zugeschnitten, dann werden die Kanten mittels eines Zickzackstichs rundum vernäht. Bei Stoff 1 schließen wir nun die Boden- und eine Seitennaht. Die zweite Seitennaht lassen wir noch offen.

Jetzt nähen wir Stoff 2 mit einem Gradstich an Stoff 1. Dabei ist darauf zu achten, dass der Stoffbruch von Stoff 2 auf der geschlossenen Seitennaht von Stoff 1 liegt. Nun kann auch die zweite Seitennaht geschlossen werden. Vom Boden bis hoch zur Oberkante von Stoff 2. Wichtig ist es, dass dabei die Nahtzugabe von der letzten Naht nach unten zum Boden weist. So lässt sich Stoff 2 später besser einklappen.

Stoff 2 oben so umklappen, dass ein Tunnel für die Kordel entsteht (ggf. umbügeln) und die Stellen markieren, wo die Ösen sitzen sollen. Jetzt kommt auch der Hammer zum Einsatz. Je nach System, der Anleitung für das Einschlagen der Ösen folgen (aufpassen, dass der Tunnel wieder ausgeklappt ist und man nicht durch beide Stoffschichten schlägt!). Nun kann der Tunnel rundum festgenäht und die Kordel durchgezogen werden. Stopper aufziehen, Kordelenden zuschneiden und mit einem Feuerzeug die Enden versiegeln, damit sie nicht ausfransen.

Für den Tragegriff gibt es mehrere Möglichkeiten. Die einfachste ist wohl ein breiter Nylonriemen. Den hatten wir nicht zur Hand und haben uns mit einer schmaleren Schnur beholfen, die wir dreifach genommen und an den Enden mit SnapPap (Waschpapier) versiegelt haben. Wer möchte, kann natürlich auch aus einem der Stoffe Tragegriffe nähen. In dem Fall daran denken, mehr Stoff zu besorgen als oben angegeben. Den Tragegriff links und rechts auf die Seitennähte knapp unter den Beginn von Stoff 2 annähen.

Und schon ist die Tasche fertig! Es ist wirklich wenig Aufwand für so ein kleines Schmuckstück, das sich auch auf die Schnelle aus Stoffresten fertigen lässt. Und wer dann keine Ösen parat hat, der Schnitt funktioniert zur Not auch ohne Kordel.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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